Naturlehrpfad Herzogenhorn
Ausgangspunkt Parkplatz unterhalb der Krunkelbachhütte (auf 1245 m Höhe)
Vom Parkplatz aus haben wir schon einen schönen Blick zum Gipfel des Herzogenhorns und zu den Felsen der „Kriegshalde“, dem wildromantischen Talschluß des Krunkelbachtales wo unter anderem das Gamswild des Herzogenhorngebietes zuhause ist.
Wir wandern vom Parkplatz abwärts in nördlicher Richtung und betreten dabei das Naturschutzgebiet Feldberg-Herzogenhorn. Nach 300 m zweigt rechts ein Fußweg ab (blaue Raute und grüner Pfeil/N), der zunächst den tiefsten Punkt der Weideflächen erreicht, um dann den Finsterbühlweg zu queren und einen steileren Anstieg mit im oberen Bereich felsigen Passagen anzugehen. Über diesen beinahe alpinen Bereich erreichen wir den Nordosthang des Herzogenhorngipfels, den sogenannten Wächtenkessel - eine der wenigen Lawinenbahnen des Schwarzwaldes. An dieser Stelle stand rechts des Fußweges bis 1951 geschlossener Hochwald, der im schneereichen Winter 1951 bei einem außerordentlich schweren Lawinenabgang zerbrochen wurde. Seither konnte der Wald in dieser Schneise nicht mehr richtig Fuß fassen.
Die Flora dieser Hänge ist alpin geprägt und verdient besonere Beachtung - entsprechende Hinweistafeln machen darauf aufmerksam.
Weiter führt uns leicht ansteigend die Route vorbei am Denkmal für Turnvater Jahn zur sogenannten Schwedenschanze - Reste einer Erdbefestigungsanlage aus dem späten Mittelalter. Schon vor diesem Punkt erleben wir bei einem Blick rückwärts eine erste schöne Sicht zum Gipfel und den Türmen des Feldbergs, während beim weiteren Anstieg in Richtung Herzogenhorngipfel der Blick über weite Teile des Südschwarzwaldes immer imposanter wird. Zahlreiche Schwarzwaldgipfel im Umkreis von 30 km machen die Aussicht genau so interessant wie der freie Blick nach Osten zur Schwäbischen Alb, den Geisinger Bergen und dem Randen nördlich von Schaffhausen. Nach Süden sehen wir etwas im Dunst den Schweizer Jura und nach Westen vorbei am mächtigen Gipfel des Belchen (1414m) und des Schauinslands (Freiburgs Hausberg mit 1284 m) die Vogesen in Frankreich. Als Krönung des Ausblicks von Bernaus Hausberg bietet sich bei klarer Sicht (vor allem im Herbst, Winter und vor Wetterumstellungen) oftmals ein nicht mehr zu überbietender Blick zur Alpenkette von den Allgäuer Alpen im Osten über Vorarlberg/Österreich, vor allem zu den Schweizer Alpen mit zahlreichen Gipfeln über 4000 m bis hin zu Teilen der französischen Alpen mit dem Mont Blanc (4810 m). Wer diesen Blick einmal erlebt hat, wird das Gipfelerlebnis am Herzogenhorn so schnell nicht mehr vergessen. Eine Panoramatafel gibt übrigens die entsprechenden Erläuterungen. Aber auch der Tiefblick in das Bernauer Tal und in das Nachbartal Menzenschwand ist von hier oben beeindruckend.
Der weitere Verlauf des Naturlehrpfades führt uns in südwestlicher Richtung absteigend zum Ende des „Herzogenhornweges“, auf dem wir weiter nach Osten absteigend durch interessante Hochlagen-Buchenwälder den Krunkelbachsattel und anschließend unseren Ausgangspunkt den Parkplatz unterhalb der Krunkelbachhütte erreichen.
Wer es etwas sportlicher angehen möchte, begeht den Naturlehrpfad vom Wanderparkplatz im Ortsteil Hof aus (Anstieg bis zum Herzogenhorngipfel dann allerdings 500 Höhenmeter !). Dabei führt uns der Weg zunächst auf dem alten Krunkelbachweg 800 m bergwärts bis rechts ein schmaler Fußweg (gelbe Raute + grüner Pfeil/N) abzweigt, der uns zum romantischen Aussichtspunkt Pavillion mit ersten einmaligen Ausblicken auf das Bernauer Tal führt, von dort geht es in nördlicher Richtung mäßig steil in mehreren Kehren aufwärts zum Hofmättleweg, auf diesem rechts haltend am geologisch interessanten Gerstenfelsen vorbei Gneisanatexit mit Kalifeldspatkristallen) zur Abzweigung Herzogenhornweg, diesem nach links folgend bis zu einer Kehre, wo wir rechts abzweigend nach wenigen Metern auf den Pfadverlauf vom Krunkelbach-Parkplatz treffen und diesem wie oben erwähnt weiter folgen.
Die Rückkehr nach Bernau-Hof erfolgt nach Überquerung des Herzogenhorngipfels vom Ende des Herzogenhornweges talwärts abzweigend über einen schmalen Fußweg (Beschilderung grüner Pfeil/N und gelbe Raute) zum Hofmättleweg und schließlich über den Aussichtspunkt Pavillon zurück zum Parkplatz in Bernau-Hof.
Gleichgültig von welcher Seite Sie den Naturlehrpfad angehen - ob die gemütlichere Variante vom Parkplatz Krunkelbach oder den etwas mühsameren aber landschaftlich sehr schönen Anstieg von Bernau-Hof - beachten Sie bitte unterwegs die Beschilderung der interessanten Punkte. Noch besser wäre es, Sie nehmen die kleine Broschüre „Der Naturlehrpfad Herzogenhorn“ mit den umfangreicheren Erläuterungen mit, die Sie bei der Tourist-Information im Rathaus Bernau oder auch in der Krunkelbachhütte erhalten.



