Die Kirche St. Johann im Ortsteil Innerlehen
Die erste Kapelle im Bernauer Ortsteil Hof, 1157 durch den Bischof von Konstanz geweiht, wird 1173 im Clixtus-Privileg erwähnt und 1423 als Tochterkirche der Pfarrkirche des "Zwingbanns" von St. Blasien "St. Stephan" bezeichnet. 1606/07 wurde die wohl hölzerne Kapelle durch einen Steinbau ersetzt, nachdem seit 1605 durch einen Vikar ein regelmäßiger Messdienst abgehalten worden war. 1687 gelangte vermutlich ein für Bernau gefertigtes Missale des frühen 12. Jahrhunderts mit einer schönen Miniatur des Gekreuzigten von Bernau nach St. Blasien zurück (heute St. Paul, Kärnten). Am 5. Mai 1735 wurde unter Abt Franz II., dessen Wappen innen über dem Triumphbogen erscheint, der Grundstein zur neuen Kirche im Ortsteil Innerlehen gelegt.
Sie wurde 1738 durch den Weihbischof Franz von und zu Sirgenstein geweiht. Seit 1807 ist Bernau eine eigene Pfarrei. Die Kirche ist ein einfacher, flachgedeckter Saalbau mit großen Rundbogenfenstern (1804 um die letzten beiden Joche verlängert), einem schmäleren Chor mit polygonalem Abschluss und einem hölzernen Glocken- und Uhrtürmchen. Im Chor dürften nur wenig später das Tonnengewölbe mit je zwei Stichkappen eingezogen und die einfache Rokokostuckierung aufgetragen worden sein. 1911 wurden die beiden Ölgemälde von Hans Thoma, die der Maler schon viel früher versprochen hatte, anstelle älterer Altäre (von 1820) aufgestellt. Die Darstellung der Taufe im Jordan, bzw. der Gottesmutter über eine Ansicht von Bernau - zwei Bilder, denen einerseits eine feine, duftige Malweise zu Eigen ist und die andererseits die Figuren zu einer ungewohnten Monumentalität steigern.



