Boden-Sonnenuhr
Der Mensch selbst als „Zeiger“. Auf dem oberen Plateau des Kurparks über dem Weiher sind in den Bodenbelag kreisrunde Scheiben eingelassen, die auf einem elliptischen Boden liegen.
Auf der Nord/Südachse gelagerten kleinen Achse ist ein Aluminiumstreifen angeordnet. Der Mittelstrich auf dem Aluminiumstreifen stellt eine Kalender-Skala dar. Dort, wo die Strichmarke eines Monatsnamens dem Mittelstrich entwächst, liegt jeweils der Monatserste. Wie liest man die Zeit ab? Man stellt sich mit dem Rücken zur Sonne aufrecht so auf den Mittelstrich, dass die Füße auf dem Punkt stehen, der dem gegenwärtigen Datum entspricht. Die Richtung des eigenen Körperschattens, verlängert zu den Stundenpunkten am Umfang der Ellipse, zeigt nun die MEZ an. Weist der Schatten nach der Marke „M“ hin, dann ist es in Bernau im Schwarzwald Mittag, d.h. Sonnenhöchststand. Wo geht die Sonne auf und unter? Um dies mit Hilfe der Bodensonnenuhr feststellen zu können, muss man die Uhrzeit von Sonnenaufgang und Sonnenuntergang (Tageszeitung / Internet) kennen. Zum Beispiel am 28. Juli Aufgang 05:00 Uhr. Man stellt sich nun wie oben beschrieben auf den dem Datum entsprechenden Punkt und streckt beide Arme waagrecht nach den Seiten aus. In dieser Haltung dreht man sich soweit, dass der eine Arm in Richtung auf die 05:00 Uhr – Marke weist. Der andere Arm zeigt uns dann die Stelle, wo heute am Horizont die Sonne aufging. Die Bergsilhouette des Steppbergs lässt die Sonne in Bernau im Schwarzwald erst etwas später erscheinen. Beim Sonnenuntergang verfährt man sinngemäß in der selben Weise.



